Eine Schule für alle Kinder

Die neue Sekundarschule in Olpe mit Teilstandort Drolshagen

Die Sekundarschule ist eine neue Schulform der Sekundarstufe I. Sie ist das Kernelement des neuen Schulgesetzes, das am 20. Oktober 2011 vom Landtag NRW verabschiedet wurde.

Der Hauptstandort der Sekundarschule wird in den Räumlichkeiten der derzeitigen Hauptschule Hakemicke in Olpe, Quellenweg, eingerichtet. Sowohl das Ganztagsgebäude wie auch das Gebäude 1 wurden in den vergangenen Jahren gänzlich neu geschaffen und nach den neuesten schulkonzeptionellen Ansätzen verwirklicht. Hierdurch wird eine moderne Infrastruktur für die neue Schule am Hauptstandort angeboten. Der Teilstandort Drolshagen wird im Gebäude der Herrnscheid-Hauptschule Drolshagen, Herrnscheider Weg, eingerichtet. Die künftige Sekundarschule wird am Hauptstandort mindestens eine Dreizügigkeit und am Teilstandort in Drolshagen eine Zweizügigkeit aufweisen.

Dabei ändert die Teilstandortlösung nichts daran, dass es sich um eine Schule handelt, die sich aufgrund einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen den Städten Olpe und Drolshagen in der Trägerschaft der Kreisstadt Olpe befindet.

Die Sekundarschule Olpe ist eine Schule der Sekundarstufe I – hier werden die Jahrgänge 5 bis 10 unterrichtet. Der Lehrplan orientiert sich auch an gymnasialen Standards. Daher kann die Sekundarschule alle Abschlüsse der Sekundarstufe I anbieten, auch die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.

Die verbindliche Kooperation mit mindestens einer gymnasialen Oberstufe in der näheren Umgebung der beiden Standorte garantiert den Schülerinnen und Schülern mit entsprechenden Leistungen die Aufnahme nach der 10. Klasse. So steht den Kindern von Anfang an eine große Bandbreite an möglichen Abschlüssen und Bildungsgängen offen.

Das Konzept der Sekundarschule entspricht dem Wunsch der Eltern nach längerem gemeinsamen Lernen und einem längeren Offenhalten der verschiedenen Bildungsgänge.

 

 

Sekundarschule Olpe

Beschlossen wurde das 6. Schulrechtsänderungsgesetz am 20. Oktober 2011. Kernelement des neuen Schulgesetzes ist die Sekundarschule als neue Schulform der Sekundarstufe I. Sie wird neben den anderen bereits bestehenden Schulformen der Sekundarstufe I und II (Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule) im Schulgesetz verankert. Die Sekundarschule trägt dazu bei, langfristig ein attraktives, gerechtes, leistungsfähiges, umfassendes und wohnortnahes Schulangebot zu gewährleisten.

Die neue Sekundarschule umfasst die Jahrgänge fünf bis zehn, und sie ist mindestens dreizügig. Für die Errichtung sind mindestens 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse erforderlich. Die Sekundarschule bereitet Schülerinnen und Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor. Der Unterricht bietet von Anfang an auch gymnasiale Standards. Die zweite Fremdsprache im sechsten Jahrgang wird fakultativ angeboten; ein weiteres Angebot für die zweite Fremdsprache wird, wie am Gymnasium und der Gesamtschule, ab Jahrgangsstufe acht eröffnet. Alle Lernmittel, die für die Gesamtschule zugelassen sind, können auch in der integrierten und teilintegrierten Form der Sekundarschule verwendet werden. Alle Lernmittel, die für die Hauptschule oder Realschule oder Gymnasium (verkürzter Bildungsgang) zugelassen sind, können auch in den entsprechenden schulformbezogenen Klassen der kooperativen Form der Sekundarschule verwendet werden.

In der Sekundarschule lernen die Kinder und Jugendlichen mindestens in den Klassen fünf und sechs gemeinsam. Ab dem 7. Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage eines Beschlusses des Schulträgers integriert, teilintegriert oder in mindestens zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen. Die Sekundarschule verfügt über keine eigene Oberstufe, sie geht aber mindestens eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs ein. Damit ist sichergestellt, dass Eltern bei der Anmeldung genau wissen, wo ihr Kind das Abitur machen kann.

Zwei Schulformen des längeren gemeinsamen Lernens

Mit der neuen Sekundarschule und der Gesamtschule gibt es in Nordrhein-Westfalen jetzt neben den Schulformen des gegliederten Schulsystems (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) zwei Schulformen des längeren gemeinsamen Lernens. Das entspricht dem Wunsch vieler Eltern, die die Bildungswege ihrer Kinder länger offen halten wollen. Das neue Schulgesetz erleichtert die Errichtung von Gesamtschulen. Die erforderliche Mindestschülerzahl wurde von bislang 112 auf 100 Schülerinnen und Schüler gesenkt. Damit wird es für Kommunen zukünftig leichter, bei entsprechendem Bedarf eine Gesamtschule zu gründen.

Quelle: http://www.schulministerium.nrw.de