BNE

Was ist „BNE“?

BNE ist die Abkürzung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten, Terror und Flucht? Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält.“

Definition von nachhaltiger Entwicklung aus dem Brundtland-Bericht

2015 fiel der Startschuss für das UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, als Fortführung der weltweiten UN-Dekade „BNE“.

Das fünfjährige Programm (2015-2019) zielt darauf ab, langfristig eine systemische Veränderung des Bildungssystems zu bewirken und Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Projekt in die Struktur zu bringen. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Agenda 2030, die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde und die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung – die Sustainable Development Goals (SDGs) – umfasst.

Die Bundesregierung beteiligt sich am Weltaktionsprogramm, das federführende Ressort ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

 

 

 

Wir sind dabei!

Schule der Zukunft- Bildung für Nachhaltigkeit

Die Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit" - als eines von fünf Leitprojekten der Landesregierung NRW zum UNESCO-Weltaktionsprogramm – soll Schulen aller Schulformen aus NRW und außerschulische Bildungspartnerinnen und –partner motivieren, BNE stärker in den Unterricht und in den Schulalltag zu integrieren.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens, das Schulministerium und das Umweltministerium, möchte die Bildungseinrichtungen unseres Landes durch die Kampagne „Schule der Zukunft“ dabei unterstützen, junge Menschen auf ein Leben als aktive Bürgerinnen und Bürger in einer globalen Welt vorzubereiten und ihnen die Kompetenzen zu vermitteln, die für eine zukunftsfähige Gestaltung ihres Lebens erforderlich sind. National und international wird dabei dem Bildungskonzept „BNE“ eine Schlüsselrolle für die Vermittlung der dafür nötigen Gestaltungskompetenz zugeschrieben.

Die Kampagne ist fester Bestandteil der Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW“. Mit ihr verfolgt die Landesregierung das Ziel einer breiten und tiefen Verankerung von BNE in allen Bereichen des Bildungswesens in NRW, orientiert am Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen.

BNE ist kein zusätzlicher Schulstoff, sondern ein konzeptioneller Bildungsansatz, der Themen- und Fragestellungen etwa aus Klimawandel, Natur- und Artenschutz, Mobilität oder Fairem Handel in neue Zusammenhänge stellt

Die Landeskoordination der Kampagne ist bei der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) angesiedelt , die die Schulen unterstützt und für ihr Engagement auszeichnet. Als Schule der Zukunft ausgezeichnet zu werden bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler dieser Schule handlungsfähig und selbstbestimmt auf ihre Aufgaben als demokratische Bürger in einer globalisierten Welt vorbereitet werden.